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Anforderungen an das Effizienzhaus 40

Zwei Kennzahlen entscheiden über die Förderfähigkeit: Der Primärenergiebedarf muss ≤ 40 % und der Transmissionswärmeverlust H'T ≤ 55 % des Referenzgebäudes betragen (Quelle: BEG-Richtlinie / kfw.de, Programm 297/298, Stand 2026).

Kurzantwort

Was macht ein EH40 aus?

Ein Effizienzhaus 40 verbraucht rechnerisch höchstens 40 % der Primärenergie eines gesetzlichen Referenzgebäudes gleicher Größe und Geometrie. Zusätzlich darf der Transmissionswärmeverlust H'T — das Maß für die Dämmqualität der Hülle — höchstens 55 % des Referenzwerts erreichen. Beide Grenzwerte müssen gleichzeitig eingehalten und von einem Energieeffizienz-Experten nachgewiesen werden. Das EH40 ist die Eintrittsstufe für die KfW-Neubauförderung (Quelle: BEG-Richtlinie / kfw.de, Stand 2026).

Die zwei Grenzwerte im Detail

Primärenergiebedarf QP ≤ 40 %

Der Primärenergiebedarf bewertet die komplette Energiekette — von der Gewinnung des Energieträgers bis zur Wärme im Haus. Eine Wärmepumpe schneidet hier besonders gut ab, weil sie Umweltwärme nutzt. Der Grenzwert von 40 % ist deshalb praktisch nur mit effizienter Anlagentechnik erreichbar (Quelle: BEG-Richtlinie, Stand 2026).

Transmissionswärmeverlust H'T ≤ 55 %

Der H'T-Wert misst, wie viel Wärme über die Gebäudehülle verloren geht. Je besser Dach, Außenwände, Fenster und Bodenplatte gedämmt sind, desto niedriger fällt er aus. Für das EH40 sind höchstens 55 % des Referenzwerts zulässig — das erfordert durchgehend hohe Dämmstandards und wärmebrückenarme Anschlüsse (Quelle: BEG-Richtlinie, Stand 2026).

EH40, EH55 und GEG-Mindeststandard im Vergleich

Die Werte sind Richtwerte aus der BEG-Systematik und dienen der Einordnung. Maßgeblich bleibt der objektbezogene Nachweis (Quelle: BEG-Richtlinie / GEG / kfw.de, Stand 2026).

KriteriumEffizienzhaus 40Effizienzhaus 55GEG-Mindeststandard
Primärenergiebedarf (QP)≤ 40 % des Referenzgebäudes≤ 55 % des Referenzgebäudes≤ 55 % (gesetzlicher Mindeststandard Neubau)
Transmissionswärmeverlust (H'T)≤ 55 % des Referenzwerts≤ 70 % des Referenzwerts≤ 100 % des Referenzwerts
Typische AnlagentechnikWärmepumpe + Lüftung mit WRG, meist PVWärmepumpe, teils ohne LüftungsanlageEffiziente Heizung nach 65-%-EE-Vorgabe
KfW-Neubauförderungförderfähig (KFN 297/298)nur ausgelaufenes Sonderprogrammnicht förderfähig

Stand 2026. Die Prozentangaben beziehen sich jeweils auf ein gesetzlich definiertes Referenzgebäude. Konditionen und Grenzwerte können sich ändern — verbindlich sind die aktuellen Vorgaben der KfW und des GEG.

Vom Grenzwert zur Förderung

Die beiden EH40-Grenzwerte sind kein Selbstzweck: Sie sind die technische Eintrittskarte zur KfW-Neubauförderung. Welche Programme darauf aufbauen und wie hoch die Förderdarlehen ausfallen, lesen Sie in unserer Übersicht zu den Förderprogrammen. Über KFN (297/298) und WEF 300 sind je nach Konstellation bis zu 270.000 € zinsgünstiges Förderdarlehen möglich (Stand 2026, Spanne je nach QNG und Kinderzahl).

Welche Anlagentechnik im EH40 typischerweise verbaut wird und was sie zum Nachweis beiträgt, erklären wir auf der Seite zur EH40-Technik. Wer den rechnerischen Nachweis führt und was er kostet, steht unter Energieeffizienz-Experte & Nachweis. Den kompletten Weg von der Planung bis zur Auszahlung beschreibt der Förderablauf.

  • QP ≤ 40 % des Referenzgebäudes
  • H'T ≤ 55 % des Referenzwerts
  • Beide Werte gleichzeitig einhalten
  • Nachweis durch Energieeffizienz-Experten

Häufige Fragen zu den EH40-Anforderungen

Antworten zu Grenzwerten, Nachweis und Abgrenzung des Effizienzhaus 40 (Stand 2026).

Was bedeutet Effizienzhaus 40 technisch genau?
Die Zahl 40 gibt an, dass das Gebäude höchstens 40 % des Primärenergiebedarfs eines gesetzlich definierten Referenzgebäudes gleicher Geometrie und Größe benötigt. Zweite Kernbedingung ist der Transmissionswärmeverlust H'T: Er darf höchstens 55 % des Referenzwerts betragen. Beide Kennwerte werden im Energiebedarfsausweis rechnerisch nachgewiesen (Quelle: BEG-Richtlinie / kfw.de, Programm 297/298, Stand 2026).
Was ist der Unterschied zwischen Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust?
Der Primärenergiebedarf (QP) bewertet die gesamte Energiekette inklusive Erzeugung und Transport der eingesetzten Energieträger — er lohnt sich mit effizienter Anlagentechnik wie einer Wärmepumpe. Der Transmissionswärmeverlust (H'T) beschreibt allein die Qualität der Gebäudehülle, also wie gut Dach, Wände, Fenster und Bodenplatte gedämmt sind. Ein EH40 muss beide Grenzwerte gleichzeitig einhalten (Quelle: BEG-Richtlinie, Stand 2026).
Reicht eine gute Dämmung allein für das EH40?
Nein. Eine sehr gute Gebäudehülle senkt den H'T-Wert, deckt aber nur einen Teil der Anforderung ab. Der Primärenergie-Grenzwert von 40 % ist ohne effiziente Anlagentechnik — in der Praxis meist eine Wärmepumpe, oft ergänzt um Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaik — kaum erreichbar. Anlagentechnik und Hülle wirken zusammen; welche Technik typischerweise verbaut wird, erläutern wir gesondert.
Erfüllen Fertighäuser den EH40-Standard serienmäßig?
Viele Hersteller bieten das Effizienzhaus 40 laut eigener Angabe als Serien- oder Ausbaustandard an, weil die verdichtete Holzrahmen- oder Holztafelbauweise hohe Dämmwerte begünstigt. Verbindlich ist jedoch immer der objektbezogene Nachweis durch einen Energieeffizienz-Experten, nicht die Herstellerbroschüre. Prüfen Sie die konkrete Zusage im Bau- und Leistungsvertrag.
Wie unterscheidet sich das EH40 vom GEG-Mindeststandard?
Der gesetzliche Mindeststandard nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) entspricht rechnerisch etwa einem Effizienzhaus 55 beim Primärenergiebedarf. Das EH40 liegt deutlich darunter und ist damit deutlich anspruchsvoller — es ist die Eintrittsschwelle für die KfW-Neubauförderung (Programm 297/298), während der GEG-Mindeststandard allein nicht förderfähig ist (Quelle: GEG / kfw.de, Stand 2026).
Muss das EH40 zusätzlich das QNG-Siegel erfüllen?
Für die Basisstufe des KFN genügt der EH40-Standard. Das Nachhaltigkeitssiegel QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) ist erst für die höhere Förderstufe (KFN mit QNG, bis 150.000 €) Pflicht und bewertet unter anderem die Lebenszyklus-Ökobilanz. QNG geht über die reine Energieeffizienz hinaus und muss frühzeitig geplant werden (Quelle: kfw.de / BMWSB, Stand 2026).

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