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Anlagentechnik im Effizienzhaus 40

Drei Bausteine tragen das EH40 in der Praxis: Wärmepumpe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaik. Wir zeigen ihre Funktion, ihren Beitrag zum Nachweis und Richtwert-Kosten als Spanne (Stand 2026).

Kurzantwort

Welche Technik steckt im EH40?

Die BEG-Richtlinie schreibt keine feste Technik vor, sondern die Einhaltung der Grenzwerte. In der Praxis kombinieren EH40-Fertighäuser jedoch fast immer eine Wärmepumpe (senkt den Primärenergiebedarf), eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (senkt Lüftungsverluste) und häufig Photovoltaik (rechnet Eigenstrom an). Zusammen erreichen sie den 40-%-Grenzwert zuverlässig. Der konkrete Bedarf ergibt sich aus dem Nachweis des Energieeffizienz-Experten (Quelle: BEG-Richtlinie / dena.de, Stand 2026).

Wärmepumpe

Funktion
Nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur. Im Neubau meist als Luft-Wasser-Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser.
Beitrag zum EH40-Nachweis
Zentraler Hebel für den Primärenergiebedarf: Weil sie ein Vielfaches der eingesetzten Stromenergie als Wärme liefert, drückt sie den QP-Wert deutlich unter die 40-%-Marke.
Richtwert-Kosten
Richtwert 20.000 – 35.000 € inkl. Einbindung (Stand 2026)

Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Funktion
Führt kontrolliert Frischluft zu und Abluft ab, überträgt dabei die Wärme der Abluft auf die Zuluft. Sorgt für gleichmäßige Luftqualität in der luftdichten Hülle.
Beitrag zum EH40-Nachweis
Senkt die Lüftungswärmeverluste und verbessert so H'T-nahe Bilanzgrößen und den Primärenergiebedarf. Schützt zugleich vor Feuchteschäden bei dichter Bauweise.
Richtwert-Kosten
Richtwert 8.000 – 15.000 € (Stand 2026)

Photovoltaik

Funktion
Wandelt Sonnenlicht in Strom um, der den Haushalt und die Wärmepumpe versorgt. Oft kombiniert mit einem Batteriespeicher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs.
Beitrag zum EH40-Nachweis
Selbst erzeugter Strom wird im Nachweis angerechnet und hilft, den Primärenergie-Grenzwert von 40 % sicher zu erreichen — häufig das entscheidende Element bei knappen Bilanzen.
Richtwert-Kosten
Richtwert 12.000 – 25.000 € mit Speicher (Stand 2026)

Alle Kostenangaben sind Richtwert-Spannen (Stand 2026), abhängig von Ausführung, Region und Marktlage. Sie ersetzen kein individuelles Angebot. Quelle der technischen Einordnung: dena.de.

Zusammenspiel statt Einzelbaustein

Kein Baustein erfüllt das EH40 allein — entscheidend ist das Zusammenspiel aus gut gedämmter Hülle und effizienter Technik. Die Grenzwerte selbst und die Abgrenzung zu EH55 und GEG erklären wir auf der Seite zu den EH40-Anforderungen. Ob und wie stark sich der Mehraufwand über die Förderung rechnet, lesen Sie unter Lohnt sich KfW 40?

Den rechnerischen Nachweis über die Technik führt ein Energieeffizienz-Experte — seine Aufgaben und Kosten beschreiben wir unter Energieeffizienz-Experte & Nachweis.

Häufige Fragen zur EH40-Technik

Antworten zu Wärmepumpe, Lüftung, Photovoltaik und den Kosten im Effizienzhaus 40 (Stand 2026).

Ist eine Wärmepumpe für das EH40 Pflicht?
Die BEG-Richtlinie schreibt keine bestimmte Heizung vor, sondern nur die Einhaltung der Grenzwerte. In der Praxis ist die Wärmepumpe jedoch die naheliegende Lösung, weil sie den Primärenergiebedarf besonders stark senkt. Alternativen wie Fernwärme aus erneuerbaren Quellen sind grundsätzlich möglich, kommen im Fertighaus-Neubau aber seltener vor (Quelle: BEG-Richtlinie / kfw.de, Stand 2026).
Braucht ein EH40 zwingend eine Lüftungsanlage?
Nicht zwingend, aber sie erleichtert den Nachweis erheblich. Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung senkt die Lüftungswärmeverluste und verbessert damit sowohl den Primärenergiebedarf als auch den Feuchteschutz der luftdichten Hülle. Viele EH40-Fertighäuser sind deshalb serienmäßig damit ausgestattet (Quelle: dena.de, Stand 2026).
Ist Photovoltaik für das EH40 vorgeschrieben?
Eine PV-Anlage ist keine feste Pflicht, hilft aber, den Primärenergie-Grenzwert von 40 % zu erreichen, weil selbst erzeugter Strom rechnerisch angerechnet werden kann. Bei knappen Nachweisen ist PV oft das ausschlaggebende Element. Ob sie nötig ist, hängt vom Gesamtkonzept ab und entscheidet der Energieeffizienz-Experte im Nachweis.
Was kostet die EH40-Anlagentechnik ungefähr?
Als Richtwerte (Stand 2026, je nach Ausführung und Region) bewegen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen inklusive Einbindung meist zwischen 20.000 und 35.000 €, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zwischen 8.000 und 15.000 € und eine PV-Anlage mit Speicher zwischen 12.000 und 25.000 €. Die Werte sind Spannen und ersetzen kein Angebot; ein Teil der Mehrkosten wird über das zinsgünstige KfW-Darlehen aufgefangen.
Sind die Kosten der Anlagentechnik förderfähig?
Die EH40-Anlagentechnik ist Teil der förderfähigen Baukosten im KfW-Programm Klimafreundlicher Neubau (297/298) und fließt in das zinsgünstige Darlehen ein — nicht in einen separaten Zuschuss. Eine zusätzliche Einzelförderung wie die BAFA-Heizungsförderung greift im Neubau nicht, weil sie auf den Bestand zielt (Quelle: kfw.de / BAFA, Stand 2026).

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