Fertighaus-Statistik 2026: die wichtigsten Zahlen
Kurzantwort: Rund 26,5 Prozent der 2025 genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser entstanden in Fertigbauweise (Quelle: BDF, 2025) – gut jedes vierte Haus. Seit 2000 (ca. 13–14 %) hat sich der Anteil damit fast verdoppelt. Die Preisspannen 2026 reichen vom Ausbauhaus (ab ca. 1.300–1.800 €/m²) über schlüsselfertig (ca. 2.000–2.800 €/m²) bis premium (über ca. 3.000 €/m²). Der Zins-Korridor liegt 2026 bei rund 3,6–4,3 %.
Alle folgenden Werte sind gerundete Näherungen aus den jährlichen Auswertungen des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) und der amtlichen Baustatistik des Statistischen Bundesamts. Wir kennzeichnen Näherungswerte mit „ca.“ und nennen jeweils Quelle und Jahr, damit Sie die Zahlen einordnen und weiterverwenden können.
Marktanteil-Entwicklung 2000 → 2025
Der Fertigbau hat sich vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil des Ein- und Zweifamilienhausbaus entwickelt. Die folgende Grafik und Tabelle zeigen den gerundeten Anteil an den jeweils genehmigten Ein-/Zweifamilienhäusern (Quelle: BDF).
Fertigbau-Marktanteil an genehmigten Ein-/Zweifamilienhäusern (gerundete „ca.“-Werte, Quelle: BDF).
| Jahr | Fertigbau-Marktanteil (ca.) | Einordnung |
|---|---|---|
| 2000 | ca. 13–14 % | Fertigbau als Nische im Ein-/Zweifamilienhausbau |
| 2010 | ca. 15–16 % | stetiges, langsames Wachstum |
| 2015 | ca. 17–18 % | Holz-Fertigbau gewinnt an Akzeptanz |
| 2020 | ca. 21–22 % | erstmals über ein Fünftel der Genehmigungen |
| 2023 | ca. 24 % | Anteil steigt trotz rückläufiger Gesamtzahlen |
| 2025 | ca. 26,5 % | gut jedes vierte genehmigte EFH/ZFH in Fertigbauweise |
Hinweis: Die Prozentwerte sind gerundete Näherungen der jährlichen BDF-Auswertung und dienen der Trend-Einordnung, nicht als amtlich exakte Jahreswerte.
Baugenehmigungen: rückläufiger Trend seit 2022
Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser ist laut Statistischem Bundesamt seit 2022 spürbar rückläufig – vor allem gestiegene Bau- und Finanzierungskosten bremsen den Neubau (qualitative Einordnung). Bemerkenswert: Trotz sinkender Gesamtzahlen ist der Fertigbau-Anteil weiter gewachsen. Die Bauweise bleibt also anteilig gefragt, auch wenn insgesamt weniger gebaut wird.
Warum steigt der Anteil trotz weniger Genehmigungen?
Preisspannen nach Segment (Stand 2026)
Die Quadratmeterpreise unterscheiden sich vor allem nach Ausbaustufe und Ausstattung. Die folgenden Werte sind Preisspannen für den Hauskörper – Grundstück, Bodenplatte und Baunebenkosten (typisch +15–20 %) kommen jeweils hinzu.
Preisspannen je Segment, Stand 2026 – ohne Grundstück und Baunebenkosten.
| Segment | Preisspanne (Stand 2026) | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Ausbauhaus | ab ca. 1.300–1.800 €/m² | Rohbau/teilausgebaut, Innenausbau in Eigenleistung |
| Schlüsselfertig (Volumen bis Mittelklasse) | ca. 2.000–2.800 €/m² | bezugsfertig, Standard- bis gehobene Ausstattung |
| Premium / Architektenhaus | über ca. 3.000 €/m² | individuelle Planung, hochwertige Materialien |
Detaillierte Kalkulationen finden Sie im Ratgeber Hausbau-Kosten und bei den aktuellen Fertighaus-Preisen; Ihren individuellen Endpreis rechnen Sie im Kostenrechner durch.
Regionale Verbreitung & Zins-Korridor 2026
Regional: Der Süden Deutschlands gilt traditionell als Fertigbau-Hochburg – Baden-Württemberg und Bayern liegen bei der Verbreitung vorn, auch weil dort viele Hersteller ihren Sitz haben (qualitative Einordnung; exakte Länderquoten veröffentlichen Statistisches Bundesamt und BDF).
Finanzierung: Der Zins-Korridor 2026 liegt bei rund 3,6–4,3 % für typische Baufinanzierungen (Stand 2026) – ein zentraler Faktor für die Nachfrage. Wie sich das auf die Rate auswirkt, zeigt der Ratgeber Baufinanzierung 2026. Regionale Marktdaten je Bundesland finden Sie in der Regionen-Übersicht.
Fertighaus kurz erklärt: Definition & Kosten
Was ist ein Fertighaus?
Ein Fertighaus ist ein Wohnhaus, dessen Bauteile – meist Wände, Decken und das Dach – witterungsgeschützt im Werk vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle in wenigen Tagen montiert werden. Verbreitet ist der Holztafel- bzw. Holzrahmenbau. Der Fertigbau erreichte 2025 einen Marktanteil von rund 26,5 % an den genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern (Quelle: BDF) – statistisch also gut jedes vierte neue Haus.
Was kostet ein Fertighaus 2026?
Die Preise werden 2026 als Spannen für den Hauskörper angegeben (Stand 2026): Schlüsselfertige Fertighäuser liegen bei rund 2.000–3.500 €/m², ein Ausbauhaus beginnt bei ca. 1.300 €/m², da der Innenausbau in Eigenleistung erfolgt. Die konkrete Höhe hängt von Wohnfläche, Ausstattung und Energiestandard ab. Grundstück, Bodenplatte und Baunebenkosten (typisch +15–20 %) kommen jeweils hinzu und sind in den €/m²-Werten nicht enthalten.
Die wichtigsten Seiten
Zum Weiterlesen: der Fertighaus im Überblick, die aktuellen Fertighaus-Preise 2026, die Möglichkeit, die Fertighaus-Kosten zu berechnen, der Bungalow als Fertighaus, Modulhaus: Preise & Anbieter, der Ratgeber Fertighaus kaufen sowie Fertighaus-Hersteller vergleichen und der Überblick zum Mehrfamilienhaus.
Diese Statistiken zitieren
Sie dürfen die aufbereiteten Kennzahlen dieser Seite unter Angabe der Quelle verwenden. Bitte verweisen Sie zusätzlich auf die Original-Quellen (BDF, Statistisches Bundesamt) und behalten Sie den „ca.“-Charakter der gerundeten Werte bei.
Zitierhinweis
Empfohlene Zitierweise: „Fertighaus-Statistik 2026, kfw40fertighaus.de – Datengrundlage: Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) & Statistisches Bundesamt.“
Kurz-URL: kfw40fertighaus.de/fertighaus-statistik
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